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„Wenn Erwachsene anfangen zu glotzen“

4 Geschwisterkinder im Interview

"Warum bin ich immer nur die Nummer zwei? Meinen Eltern diese Frage zu stellen, habe ich mich nie getraut. Ich wollte ihnen ja kein schlechtes Gewissen machen." (Marie, 20)

"Ich glaube, die meisten Eltern wissen auch, dass die anderen Kinder zu kurz kommen. Nur schaffen es die wenigsten, sich das einzugestehen und sich tatsächlich Hilfe zu suchen. Darunter leiden dann nicht nur die Eltern, sondern auch wir Geschwister." (Anna, 60)

"Wenn Kinder neugierig schauen, ist das in Ordnung. Aber wenn ich mit meinem Bruder auf den Weihnachtsmarkt gehe und Erwachsene anfangen zu glotzen, finde ich das unmöglich. Das macht mich wütend." (Gertrud, 52)

"Ich habe die Blicke ignoriert. Aber wenn Sprüche von anderen Kindern kamen, prügelte ich mich für ihn. Das war der Beschützerinstinkt." (Rike, 34)

Anna, Gertrud, Rike und Marie kennen sich durch den Stammtisch der „Erwachsenen Geschwister“. Das ist eine Initiative für Menschen, die einen Bruder oder eine Schwester mit Behinderung haben. Die Biografien der vier Frauen sind unterschiedlich. Und auch mit der Behinderung der Schwester oder des Bruders geht jede anders um.

 

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Ramona Jacob
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