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Methodenbeispiel: der "Rote Koffer"

zur Situation von Geschwisterkindern

Die besondere Lebenssituation ist für viele Geschwisterkinder oft nicht einfach. Sie erhalten weniger Zuwendung von ihren Eltern, sind stärker auf sich alleingestellt und übernehmen früh Verantwortung auch für die krankenbeeinträchtigten Geschwister. Sie werden mit den elterlichen Stressreaktionen und belastenden (Notfall-)Situationen konfrontiert und erleben Ängste, Traurigkeit, Eifersucht und Hilflosigkeit.

Der "Rote Koffer" ist eine Methode, welche die besondere Familiensituation von Geschwisterkindern visualisiert und zeigt, wie Geschwister aus eigener Kraft und mit Unterstützung des sozialen Umfeldes die schwierige Situation bewältigen können.

Der "Rote Koffer"

 

In den roten Koffer legen die Geschwister ihre Sorgen, Fragen und Wünsche hinein. Jede Frage, jede
Sorge wird auf einer Karte notiert. Über alles, was in den Koffer gelegt wird, tauschen sich die Kinder
aus. Am Ende ist der Koffer voll und schwer mit dem, was jedes Geschwister tagtäglich zu tragen hat. Dann überlegen alle einzeln und gemeinsam, wer oder was im sozialen Umfeld hilft, den Koffer zu tragen. Ihre Antworten schreiben die Geschwister auf. Es zeigt sich, dass viele bereits den Koffer mittragen – nur war das den Kindern oft gar nicht bewusst.
Als Nächstes kommen die Fähigkeiten und Stärken der Geschwister ins Spiel. Auf „Stärken-Luftballons“
schreibt jedes Geschwister, was es besonders gut kann oder eigene Erfahrungen, die helfen, mit der
Alltagssituation gut zurecht zu kommen. Jedes Geschwister beschriftet 3-5 Ballons und hat so einen Strauß von Stärken, die jeden Tag dabei helfen, den Alltag zu meistern.

 

Mehr über die Situation von Geschwisterkinder lesen Sie hier

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Ramona Jacob
Stiftungsmanagerin
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