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Plakatwettbewerb "Ich bin auch noch da!"

Um auf das Thema Geschwisterkinder aufmerksam zu machen, hat die Novartis Stiftung FamilienBande 2013 in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach einen Plakatwettbewerb für Designstudenten ausgeschrieben. Das Thema: „Ich bin auch noch da!“.

Aus 34 Einreichungen wurden diese vier Plakate von einer Fachjury ausgezeichnet.

Abdruck der Bilder frei mit Vermerk © Novartis Stiftung FamilienBande

1.Platz: „Mama muss sich ja um Lena kümmern“/ Julia Pohl

Julia Pol (23), deren Plakatentwurf mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde, stellt sich unter Geschwisterkindern „kleine Helden“ vor. Ihr Entwurf heißt „Mama muss sich ja um Lena kümmern“ und zeigt einen wild entschlossenen Jungen, der sich einen Nudeltopf über den Kopf gestülpt hat und in der Hand ein Papierschwert hält–denn er muss selbständiger und erwachsener sein als andere Kinder in seinem Alter und sich seinen Platz im Leben erkämpfen.

2. Platz: "Arrg! Du 3-köpfiges Seeungeheuer, stirb!"/ Isabel Blumenthal

Isabel Blumenthal (25) versuch tebenfalls, das Gefühl des gesunden Kindes aufzuzeigen: „Das vernachlässigte Kind empfindet sich nicht nur als außenstehend, es hat regelrecht das Gefühl, als sei der Rest der Familie zu einem großen, nicht zu bezwingenden Monster geworden“, erklärt sie ihren Entwurf.

3. Platz: "Ich bin auch noch da!"/ Tatjana Prenzel

Einsamkeit und Ausgrenzung darzustellen war der Ansatz von Tatjana Prenzel (21): „Mein Plakatentwurf konzentriert sich ausschließlich auf das Geschwisterkind, das auf sich allein gestellt ist. Aus diesem Blickwinkel soll deutlich werden, dass für ein Geschwisterkind nur der Moment zählt, in dem seine Schwester oder sein Bruder mehr Aufmerksamkeit bekommt als es selbst.“

4. Platz: "Wo ist Tim?"/ Martin Dörr

Wo ist Tim?“ lautetder Titel des Plakats von Martin Dörr(22, 3. Platz): Zu sehen ist eine fiktive ‚Aufgabenliste‘der Mutter zweier Kinder: dem behinderten Max und dem gesunden Tim. Auf der Listeüberwiegen die täglichen Aufgabenrund um die Pflege von Max, „welche die Eltern so vereinnahmen, dass vergessen wird, Tim von der Schule abzuholen.Das gesunde Geschwisterkind wird zur übersehbaren Nebensache im Alltag. Erst um 23 Uhr wird sich panisch die Frage gestellt: ‚Wo ist Tim?‘“, erklärt Martin Dörr.

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