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Termin-Tipp: Weder Schattenkinder noch Heldenbrüder

Marlies Winkelheide liest am 22.3.2019 in der Buchhandlung Lehmanns

Foto: Frank Scheffka

„Schattenkinder“ – das ist eine oft verwendete Bezeichnung für gesunde Geschwister von behinderten oder chronisch kranken Brüdern und Schwestern. Trifft das zu? Oder sind es eher „Heldenbrüder und -schwestern“? Oder sind alle Schubladen falsch? Wie sehen sie sich selbst? Und warum?

Wenn es eine Person gibt, die zu diesen Fragen aus langjähriger Erfahrung berichten kann, ist das Marlies Winkelheide. Als selbst betroffene Schwester ist sie inzwischen DIE zentrale Figur für viele Familien – für Kinder, Eltern sowie auch Großeltern. Denn seit über 30 Jahren begleitet sie Geschwisterkinder aller Altersstufen und ihre Familien. Marlies Winkelheide hat zahlreiche Bücher publiziert, in denen vor allem eines besonders ist: Es kommen immer ausführlich die betroffenen Geschwister zu Wort.

Am 22. März 2019 liest Marlies Winkelheide ab 20:00 Uhr in der Universitätsbuchhandlung Lehmanns (ehem. Elwert) aus drei Ihrer Bücher: „Ich suche meinen Weg“, „Ich finde nicht die richtigen Worte“ und „Mehr als Worte“ (alle erschienen im Geest Verlag). Und wie kann es anders sein – natürlich wird sie begleitet von einer jungen Frau, Pauline Blume, die selbst betroffene Schwester ist. Die Lesung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Ich bin auch noch da“, die bis zum 26. März in der Kundenhalle der Sparkasse Marburg Biedenkopf (Universitätsstrasse) zu sehen ist.

Winkelheides pädagogischer Ansatz orientiert sich an Janusz Korczak, einem Pädagogen, Militär- und Kinderarzt sowie Kinderbuchautor, der die Kinder seines Waisenhauses beim Abtransport in ein Vernichtungslager begleitete, obwohl das auch für ihn selbst den Tod bedeutete. Nach ihm ist auch die Geschwisterbücherei in Lilienthal bei Bremen benannt, die Marlies Winkelheide schon über zehn Jahren eröffnet hat.

 

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